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VEBs und MHWK

Startseite SchlossDa soll es einen Zusammenhang geben? Unter den Mitgliedern des Vereins finden sich GmbHs, AGs , GbRs, Einzelunternehmer, jedoch keine VEBs.  Dennoch gibt es einen Zusammenhang. Viele Jahre engagierte sich der MHWK  für die Rekonstruktion des Biesdorfer Schlosses. Auf Veranstaltungen des Vereins wurde Geld für diesen Zweck gesammelt. Mitgliedsunternehmen - u.a. die Schilkin Stiftung , die Knorr Bremse Berlin, ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG und  Mahlo Bau GmbH – spendeten größere Beträge auf das Konto Nr.2143022819 bei der Berliner Sparkasse (BLZ 100 500 00) der Stiftung Ost-West-Begegnungsstätte Schloss Biesdorf e.V. (www.stiftung-schloss-biedorf.de), die als Bauherr die Rekonstruktion im Auftrag des Bezirksamtes Marzahn-Hellersdorf durchführte, den geplanten Wiederaufbau des Obergeschosses maßgeblich vorbereitete und auch noch heute Spenden für das Schloss ”einsammelt”. Insgesamt kamen damals mehr als 60.000 € zusammen.  Im wiederaufgebauten Obergeschoss sollen  nach dem beschlossenen Nutzungskonzept “volkseigene Bilder aus Beeskow” gezeigt werden.

volkseigenebilder

V olks E igene B ilder 

In Beeskow hat die DDR-Auftragskunst ihre letzte Ruhestätte gefunden

Eine gute Stunde östlich von Berlin lagert seit 1991 in einem großen Getreidespeicher der mittelalterlichen Burg Beeskow die einstige DDR-Auftragskunst. 23.000 Kunstwerke haben sich im Laufe der Zeit dort angesammelt – ein Sammelsurium von guter bis fragwür­diger Qualität.  In den Regalen lagern u. a. über 1.500 Gemälde. Jürgen Parches meterhohes Ölbild des Kraftfahrers Hafenstein (1989), Lothar Webers Arbeiterveteran (o. D.) oder Thomas Zieglers „Zyklus sowjetischer Soldaten“ (1987)  sind dabei. Kunstvoll gezeichnete Sitte-, Heisig-, Tübke- oder Mattheu­ergrafiken finden sich neben den Womacka-Bildern mit Berliner und Moskauer Stadtansichten aus den 1980er Jahren.

1962 Günther Brendel Aufbau des Berliner Stadtzentrums

1962, Günter Brendel, Aufbau des Berliner Stadtzentrums

Das Archiv ist eine Erfindung des letzten DDR-Kulturministers Herbert Schirmer, der nach dem Aus des Sozia­lismus 1990 die DDR-Kunstbestände peu à peu aus den Liegenschaften der Treuhand in die Burg überführte. Seit Anfang 2002 sichert ein Vertrag zwischen Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern den wis­senschaftlichen Umgang und die Finanzierung des Archivs. Es werden Ausstellungen organisiert, Leihgaben gemacht – aber keine Verkäufe getätigt. Der Bestand des Kunstarchivs setzt sich aus drei Teilbeständen zusammen:

1975 Herbert Bergmann-Hannak Aus dem Produktionsgeschehen

1975, Herbert Bergmann-Hannak, Aus dem Produktionsgeschehen

1.794 Werke aus dem Kulturfonds der DDR, Eigentümer Land Brandenburg, 18.000 Werke aus dem Vorbesitz der Parteien und Massenorganisationen der DDR, Eigentümer sind die Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, und 2.782 Werke aus dem Kunstbesitz des Magistrats von Berlin (Ost), Eigentümer Land Berlin. 

Bilderstreit1

Entworfen von unserem MHWK-Mitglied Peter Funk - an dieser Stelle auch Gratulation zum 20 jährigen Firmenjubiläum im letzten Monat

Das neue Nutzungskonzept für das ca. 8 Millionen € teure Bauvorhaben sieht die Einrichtung einer Galerie “Bilderstreit” - nebenstehende  Bildmarke für die Galerie stammt von Peter Funk von der Firma art-for-funk – vor. Die Stiftung Denkmalschutz Berlin als künftiger Bauherr hat einen Antrag auf EFRE-Förderung zur “Inwertsetzung der imagebildenden Potentiale des Kunstarchivs Beeskow durch den Ausbau des Schlosses Biesdorf “gestellt. Die Idee besteht darin, mit dem Ausbau von zentralen Teilen des Schlosses und auf der Grundlage einer Kooperationsvereinbarung mit dem Kunstarchiv Beeskow einen Teil seiner Bestände wieder der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und deren Potenziale als Medium der Vergangenheits- und Gegenwartsbearbeitung an einem historisch passenden Ort zu aktivieren. Zum einen können erst mit der dauerhaften Ausstellung der Kunstwerke aus dem Kunstarchiv Beeskow die Potenziale des Bestandes nachhaltig zur Wirkung gelangen und zum anderen kann die großzügige Struktur und Funktionalität des Schlosses Biesdorf mit der Nutzung als Galerie optimal wiederhergestellt werden.

One Comment

  1. Finde ich gar nicht schlecht, die Idee. Über den Wert oder die künstlerische Qualität kann man streiten, aber geht nur wenn die Gegenstände in einer Ausstellung sind und nicht in einem Depot.

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